Ivanhoe – Der schwarze Ritter im Digipack Test

Ein Highlight für Sammler

von Reinhard Prahl

 

Mit dem just bei uns eingetroffenen Digipack des Ritterfilmklassikers Ivanhoe – Der schwarze Ritter setzt Plaion Pictures die Reihe großartiger Veröffentlichungen aus dem Hause Warner-Classics fort und legt eine Box vor, die in keiner guten Sammlung fehlen sollte.

 

So muss das sein

Plaion did it again! Das ist in Anbetracht der bereits zuvor erschienen Digipacks von Die Drei Musketiere und Der Herr der sieben Meere der erste Gedanke, der mir nach dem Öffnen der am 31. Januar 2026 eingetroffenen Blu-ray-Sammlerbox kam. Beide genannten Filmveröffentlichungen glänzten bereits mit einer großen Detailliebe, starken Booklets und unwiderstehlichem Bildmaterial.

 

So auch dieser hier. Das in den Extras zu findende Material mag vielleicht auf den ersten Blick ein wenig enttäuschend wirken, allerdings darf man hier das Alter der Streifen nicht aus dem Auge verlieren. In den 50er-Jahren kamen eben nicht viele Produzenten darauf, den Drehprozess filmisch zu begleiten, Interviews zu führen und Dokumentation über die Spezialeffekte als Featurettes beizufügen.

 

Ivanhoe – Der schwarze Ritter erging es ähnlich. Die Box enthält entsprechend als Bonus den Oscar-prämierten Cartoon Der liebe Tom verliert den Kopf, Trailer, eine Bildergalerie sowie die für Filmenthusiasten durchaus interessante Super-8-Fassung. Das Kernstück bildet hingegen das von Kollege Thorsten Winter verfasste 180-seitige Booklet, das inhaltlich kaum Wünsche offenlässt. Von den Romananfängen durch Sir Walter Scott, über die Geschichte der Drehbuchentwicklung, der Besetzung und der Dreharbeiten, bis hin zu den Nachwehen inklusive damaliger Kritikermeinungen enthalten die ersten 30 Seiten des Buches fast alles, was das Herz begehrt.

 

Die nächsten 20 Seiten sind den Darstellern und der Musik gewidmet, gefolgt von einem sehr kurzen und leicht schwächelnden Kapitel namens „Historischer Hintergrund“. Umso interessanter ist dafür der sich anschließende Abschnitt über die im Film genannten und zu sehenden Burgen. Die Seiten 72 bis 170 gehören abschließend einer tollen Bildersammlung, die man sich vollständiger und spannender kaum vorstellen könnte.

Technik und Inhalt

Technisch betrachtet hat man den Film noch nie in so brillanter Schärfe und in so runder Farbgebung gesehen. Beim Anschauen kommen die fast schon romantisch anmutenden Farben von Technicolor so zum Tragen, wie man sie wohl auch damals im Kino erleben durfte. Das Bildformat kommt in 1.37:1 (1080p) daher, der Ton liegt in DTS HD-MA 2.0 Mono in deutscher und Englischer Sprach vor. Englische Untertitel sind ebenfalls am Bord.

Vor allem im Vergleich zur DVD sind die Unterschiede zu bisherigen Releases deutlich zu sehen, schon allein deshalb lohnt der Kauf. Wem das aber noch nicht genügt, der wird auf jeden Fall mit dem prall gepackten Paket von Plaion seine Freude haben. Abgesehen von der Blu-ray liegt nämlich auch die eben erwähnte DVD bei, die allerdings die gleichen Extras aufweist, wie die BD.

 

Das Digpack selbst ist mit einem schön gestalteten und nicht zu dünnen Pappschuber ausgestattet. Das Doppel-Amaray-Case ist außen mit einem in Hochglanz gehaltenen, auf der Rückseite fortlaufenden „Filmstreifen“ und dem typischen Ivanhoe-Schriftzug vorne versehen. Das Innenleben zieren zwei Schwarz-Weiß-Szenenfotos und die Datenträger sind selbstverständlich aufeinander abgestimmt.

 

Das Booklet – eigentlich eher ein Buch – ist auf stabiles Hochglanzpapier gedruckt. Als Farbgebung wählten die Designer Brauntöne, wobei die mit Text versehenen Seiten in einem leichten Beige gehalten sind, das die Farbe von altem Papier imitiert. Das Booklet ist klar strukturiert, die Bilder sind, wo immer möglich, knackig scharf und in satten Farben.

 

Besonders lobenswert. Winter spart auf der letzten Seite übrigens nicht mit einem ausführlichen Quellennachweis, so dass man bei Bedarf und Wunsch eigene Recherchen anstellen oder auch weiterforschen kann. So muss das sein.

Fazit

Alles in allem Ist das Digpack (Blu-ray + DVD) von Ivanhoe – Der schwarze Ritter ein Fest für Sammler. Für den Preis von 31,99 € erhält man ein hochwertiges Produkt, das seinen Platz in jedem gut sortierten Sammlerregal zweifelsfrei finden wird. Wer sich auf Sammlerboxen verlegt hat, auf schlecht gemachte Releases wie jene von Anolis Entertainment (das Booklet zu Robin Hood – Der Freiheitsheld ist mit Fehlern gespickt) verzichten kann und will und Qualität zu schätzen weiß, ist hier also goldrichtig.

 

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